Es liegen sieben Stunden zurück, in denen ich erfuhr, dass mich nicht nur das Schreiben von Texten in eine Art Trance versetzen kann, sondern auch das mir bis zu diesem Zeitpunkt fremde Material „Acryl“.

18 Uhr – „Wir starten mit Musik und einem Schluck Prickelwasser, um locker zu werden.“, Ulrike begrüßt vier Teilnehmer in ihrem noch hellen Atelier. Später wird es Gewittern und dicke Regentropfen auf das Plastikdach poltern – das allein schon ein Erlebnis für sich.

Wir werden herangeführt an die Materialien, die uns an diesem Abend zur Verfügung stehen: Edding, Feinmaler, Acryl, Acryl verdünnt. „Wenn Ihr das Türkis mit dem grellen Gelb mischt, bekommt ihr einen ganz intensiven Grünton“ – Fachwissen wechselt mit der Melodie der Kreativität. Einem Rauschen, das Rauschen der Freiheit. Sich fallen lassen – fern von Stress, fern von Müssen, fern von Normen. Gezielt eingesetzte Musik leitet uns durch den Abend. Aktiv, passiv – aufregend, ruhig.

„Ich würde jetzt gerne das Drumherum in Rot gestalten, nur dann halten mich alle für einen Psychopathen.“, sagt David bei der freien Gestaltung seines Selbstportraits, einer Vorübung zum Hauptbild des Abends. „Wer soll dich denn hier für einen Psychopathen halten?“, frage ich, „Wir sind doch schließlich unter uns.“​ Er entscheidet sich für neongrün.

 „Meine Events, so unkalkulierbar wie die Kunst selbst, wecken die Lust am Abenteuer, sich in die Kreativität der Farbenpracht fallen zu lassen.“ (Ulrike Willenbrink)

Pause – wir sitzen im Hinterzimmer des Ateliers und schmausen gemeinsam. Ulrike hat ein kleines Buffet mit Orangen-Walnuss-Salat, Humus, Quark-Dip, Salami, Frikadellen, Bergekäse und Baguette zusammengestellt. Eine angenehme Kost, die Kraft für die nächsten vier Stunden gibt.

„Schwarz, grün, bunt – bunt, bunt, Menschen.“, kreist es in meinem Kopf. „Braucht wer frisches Wasser?“, fragt Ulrike – keine Antwort. „Möchte wer noch etwas trinken? Wein?“, fragt Ulrike – keine Antwort. „Redet heute überhaupt irgendwer

noch mit mir?“, fragt Ulrike – keine Antwort.

Farben, Rauschen, Sein. Dasein.

Es ist 1 Uhr nachts und ich düse mit David, einem weiteren Teilnehmer des Mal-Events, durch das nächtliche Eimsbüttel. Und ich bin im FARBENRAUSCH.

 

Auszug aus: "Die Frau und ihre See", Elbmelancholie.

 

Rabea Ganz ist Ökotrophologin, Online-Redakteurin, OnPage-SEO & Querdenkerin.  Sie lebt auf St. Pauli und schreibt über Hamburg, Food, Kultur und Ansichten.

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